In Wien herrschte gerade politischer Aufruhr, der viele Künstler ins Exil trieb, als Erich Wolfgang Korngold 1933 sein Zweites Streichquartett komponierte, welches im darauffolgenden Jahr in der österreichischen Hauptstadt uraufgeführt wurde. So feierte er vor ihrem Erlöschen eine aufbrausende musikalische Schule, die Mozart über 150 Jahre zuvor mitbegründet hatte und die Anton Webern mit in die Moderne nahm. Diese Ahnenfolge unterstreicht das Quatuor Hermès in seinem Programm mit Dämmerungsakzenten, bei dem jedes einzelne Werk eine faszinierende Erzählkraft an den Tag legt und ein Lebewohl sein könnte.
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