Menahem Pressler

© Julien Mignot, La Dolce Volta

Am 16. Dezember 1923 kommt Menahem Pressler in Magdeburg zur Welt. 1938 flieht er aus dem Nazi-Deutschland. Den Großteil seiner Ausbildung erhält er in Israel als Schüler des Pianisten Eliahu Rudiakov sowie bei Leo Kestenberg in den USA, Schüler erst von Ferruccio Busoni, dann von Eduard Steuermann, der ebenfalls Schüler Busonis war.

Für sein musikalisches Wissen und seine tiefe Kenntnis des Klaviers sowie der Kammermusik zollt man ihm allgemeine Anerkennung.

Der internationale Ruhm Menahem Presslers setzt ein, als er 1946 in San Francisco den ersten Preis beim Debussy-Wettbewerb gewinnt. Direkt im Anschluss daran folgen Engagements mit dem Philadelphia Orchestra unter der Leitung von Eugene Ormandy. 1955 kann man beim Musikfestival von Berkshire die Anfänge des Beaux Arts Trios erleben, das sich im Laufe der Jahre zu dem legendären, weltberühmten Ensemble mausert, das es dann auch ganze 53 Jahre lang sein wird.

Menahem Pressler unterrichtet in Deutschland, Frankreich, Kanada, Argentinien und Brasilien und er ist Jurymitglied beim Wettbewerb von Santander sowie dem Wettbewerb Van Cliburn und dem Königin-Elisabeth-Wettbewerb.

Die Indiana University in Bloomington ehrt ihn mit dem Titel „Distinguished Professor“. Heute ist er emeritierter Professor der Universität. 1998 erhält er gleich zwei ganz besondere Auszeichnungen: Zum einen den „Lifetime Achievement Award“ der Zeitschrift Gramophone und zum anderen die „Ehrenurkunde“ der deutschen Musikkritik für 40 Jahre im Dienste der Musik. Im Jahr 2000 wird Menahem Pressler in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Kürzlich erst ist ihm von der französischen Regierung der Titel des „Commandeur dans l’Ordre des Arts et Lettres“ zugesprochen worden, und die deutsche Regierung hat ihm für sein Lebenswerk das Deutsche Bundesverdienstkreuz verliehen, gefolgt, im September 2012, von der deutschen Staatsbürgerschaft, die er so wieder zurückerhalten hat.